Tokyo 東京

Danke nochmals vorab an Alle für die vielen lieben Geburtstagsgrüße. Ich hab mich rießig gefreut. Und auch über die tollen Glückwunschkarten, die ich in meinem Briefkasten gefunden habe als ich nach meinem Tokyo-Trip zurück nach Ashiya gekommen bin! Ich kann ja leider schon wieder nicht mit euch allen feiern… das Reisefieber… was soll man machen :) .

Meinen Geburtstag hab ich am Wochenende noch in Kobe mit ein paar Kollegen/innen gefeiert und am Montag gings für mich dann eine Woche nach Tokyo. Gefahren bin ich mit dem Shinkansen (新幹線), quasi dem japanischen ICE. 500 km in 2,5 Stunden. Das macht schon was her. Anders jedoch als sein deutsches Gegenstück, hat die Japan Railway eigene “Rennstrecken” für diese Vorzeigezüge gebaut. Es geht über Aquädukt-ähnliche Brücken, durch Tunnel, vorbei an klein Bergdörfchen, an Großstädten wie Kyoto  und dem Berg Fuji (富士山). Angekommen in Tokyo bezog ich mein Bett im Khaosan Guesthouse in Asakusa (浅草) und sah mir den nahegelegenen Tempel Senso-ji (浅草寺) an, der von einem großen bunten Markt umgeben ist. Mit Éva aus Ungarn gings an meinem ersten Abend in eine Bar in Asakusa gleich nahe des Khaosan.

Ich hatte mir vor meinem Trip zusammen mit meiner Bürokomplizin Matsui-san einen Schachtplan für Tokyo zurechtgelegt und dem ging ich am ersten Tag strammen Fußes auch zielstrebig nach. Shibuya (渋谷区) und Shinjuku (新宿区) waren meine ersten Ziele. Shibuya ist Heimat der wohl bekanntesten Kreuzung der Welt und bietet viele überfüllte Einkaufsgassen. Trotz meiner, für japanische Verhältnisse übermenschlich großen Füße schaffte ich es dort schicke Treter für mich zu finden. In Shinjuku verbrachte ich meine Zeit unter anderem im Shinjuku-gyoen, einem rießigen, wunderschön angelegten japanischen Garten, bei einem Walk durch den Park des Meiji-Jingu Schreins (明治神宮) und betrachtete die Stadt vom Metropolitan Governmential Tower aus.

Ein Stadtteil der mich während der Woche besonders fasziniert hat, ist Akihabara (秋葉原). Vielleicht auch bekannt als Erotic-, Manga- oder Electronic-City. Eine Ansammlung all dessen, was der gemeine Deutsche einem vereinsamten 30-jährigen Japaner andichten würde. Und solche “Geeks” findet man tatsächlich in den kleinen Gassen von Akihabara zu Hauf. Sie kaufen sich die neuesten Videospiele, tauschen Fachsimpeleien mit CPU-Verkäufern, lassen sich von in Manga-Kostümen gekleideten, hübschen Bedienungen in den Maid-Cafes ihren Drink mit den Worten “mein Gebieter” reichen, holen sich das neueste Erotik-Material in den unzähligen rot beleuchteten Läden und daddeln auf ihrem Nintendo-DS am Straßenrand. Apropos Maid-Cafes… ich habe mir natürlich dieses spezielle Erlebnis nicht nehmen lassen, und bin mit Daniel, der mein Zimmerkomplize im Khaosan war, einen Drink im @home-cafe genehmigt, den ich mit einem permanenten Grinsen im Gesicht genießen durfte :) . Einen besonderen Geschenkwunsch aus Deutschland konnte ich in Akihabara auch erfüllen. (Derjenige wird jetzt sicher wissen was ihn erwartet!)

Die Nächte um die Ohren schlagen (eine echt komische Redewendung) lässt sich am besten im Stadtteil Roppongi (六本木) und den besten Blick auf Tokyo bei Nacht bietet der Tokyo-Tower, der dem Eiffelturm nachempfunden wurde. Eine weitere weltweitbekannte Spezialität in Tokyo ist der Tsukiji-Fisch-Markt (築地市場), den ich mit Beat früh morgens besucht hab. Ein hektisches Treiben rund um alles Essbare was das Meer so hergibt. Das Frühstück bestand daher auch aus frischem, rohen Tunfisch direkt vom Markt, das Beste das ich bis dato hatte. Kenner meines Blogs haben wahrscheinlich schon den neuen Link im Blogroll entdeckt “The-Beat-goes-round”. Beat reißt schon seit einigen Monaten durch Asien und hat noch einige Monate vor sich. Ein Besuch lohnt sich!

Besonderen Spaß hatte ich auf einer Karaoke-Party mit gut 15 Leuten aus aller Herren Länder und nicht zuletzt durch solche Nächte, konnte ich während der Woche einige Leute kennenlernen (wie immer wenn man unterwegs ist). Darunter auch Katz, ein sehr lustiger Japaner den ich im July in Nagoya für ein paar Tage besuchen werde.

Es bleiben viele Eindrücke aus einer der gewaltigsten Städte der Welt und die Erkenntnis, dass mein 2 Millionen Kobe für asiatische Verhältnisse schon fast beschaulich wirkt.

Tosho-gu Schrein in Shinjuku

Die weltberühmte Kreuzung in Shibuya

Kamishibai ist eine traditionelle Art Geschichten mit gemalten Bilder zu erzählen. In einer Bar in Asakusa haben zwei lustige Vögel das für uns auf Englisch “performed”. Das Video geht zwar ne Weile, ist aber lohnenswert!

Ein kleiner Spaziergang durch die Gässchen von Akihabara.

Die schon erwähnte Karaoke-Party… zwar etwas peinlich wenn man sich das nüchtern anschaut… aber lustig :)

Und zu guter Letzt ein kurzer Walk durch den Tsukiji Fisch Markt

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